Schon gewusst?
Unsere Wallfahrtskirche Ainhofen hat eine ganz besondere Geschichte!
Erfahren Sie hier mehr über Maria Lactans, die älteste Figur dieses Marientyps
in Mitteleuropa und die Geschichte der Marienwallfahrt in Ainhofen.


Filiale Ainhofen
Herzlich Willkommen
in der Filialkirche St. Maria
Die Kirche St. Maria in Ainhofen ist ein Ort voller Geschichte und spiritueller Bedeutung. Bereits im Jahr 1229 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt. Von der ursprünglich spätromanischen Kirche sind noch heute die unteren Teile des Langhauses und des Turms erhalten. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte die Kirche mehrere Erweiterungen und Umbauten: Um 1300 wurde sie vergrößert, zwischen 1682 und 1687 erneut verlängert und erhöht, um schließlich im Jahr 1717 ihre prächtige barocke Form zu erhalten – die noch heute den Charme dieses Ortes prägt. Der markante barocke Turmhelm, der die Kirche überragt, wurde 1764 aufgesetzt und ist ein weiteres bedeutendes Wahrzeichen von Ainhofen.
Ainhofen ist seit über 500 Jahren ein bedeutender Wallfahrtsort, dessen religiöse Traditionen bis in die Frühneuzeit reichen. Besonders im 17. Jahrhundert erreichte die Marienwallfahrt ihren Höhepunkt. Der Wallfahrtsort wurde durch ein außergewöhnliches Wunder im Jahr 1519 besonders bekannt, das den Wallfahrtsbetrieb stark ankurbelte. Die Pilger kamen und kommen noch heute aus der ganzen Region, um der stillenden Madonna, einer romanischen Figur aus Weidenholz, ihre Ehrerbietung zu zeigen.
Diese Figur, die um 1130 geschnitzt wurde, ist die älteste Marien-Gnadenfigur in Bayern. Zunächst in der Klosterkirche Indersdorf aufbewahrt, fand die Madonna gegen 1500 ihren endgültigen Platz in der Ainhofener Kirche. Die kleine, aber außergewöhnlich bedeutende Figur misst nur 39 cm und ist in ihrer originalen Bemalung erhalten. Die Madonna ist ein einzigartiges Kunstwerk, das im 12. Jahrhundert in unserer Region noch unbekannt war und damit zu einem Unikat wurde. Ihre Darstellung als „Maria lactans“, die das Jesuskind an der Brust nährt, ist besonders.
Über Jahrhunderte hinweg war die Madonna in der Barockzeit mit einem Stoffmantel gekleidet, und bis 1942 trug sie einen goldenen Stirnreif. Die Figur wurde im 17. Jahrhundert als „klein an Materie, Form und Gestalt, aber groß an Tugenden und Wunderwirkungen“ beschrieben. Auch heute noch zieht die Madonna zahlreiche Gläubige und Pilger an, die ihre Dankbarkeit und Hoffnung an diesem historischen und spirituellen Ort suchen.
Ainhofen bleibt somit nicht nur ein Ort der Ruhe und Andacht, sondern auch ein lebendiges Zeugnis der tiefen religiösen Traditionen und der Kunstgeschichte dieser Region. Die Madonna von Ainhofen ist und bleibt ein einzigartiges Symbol für Glauben, Wunder und die Geschichte einer ganzen Gemeinschaft.
(Quelle: in Anlehnung an Hans Schertl, www.kirchenundkapellen.de)
Maibetrachtung aus dem Jahr 2020 – Tag 1
Maibetrachtung aus dem Jahr 2020 – Tag 2
Maibetrachtung aus dem Jahr 2020 – Tag 3
Wallfahrtskirche St. Maria
Filialkirche St. Maria Ainhofen
Bürgermeister-Hefele-Straße 9
85229 Markt Indersdorf
Telefon: 08136-809627
Mailadresse: pv-indersdorf@ebmuc.de
Kath. Kirchenstiftung Langenpettenbach
IBAN: DE58 7009 1500 0002 9107 30
BIC: GENODEF1DCA
Öffnungszeiten Wallfahrtskirche
zu Gottesdienstzeiten und
Samstags: 09.00 – 17.00 Uhr, geöffnet bis zum Gitter
Sonn- und Feiertags: 09.00 – 17.00 Uhr, geöffnet bis zum Gitter
Friedhof an der Wallfahrtskirche Ainhofen
Bürgermeister-Hefele-Straße 9
85229 Markt Indersdorf
Täglich geöffnet
Winterdienst (Nov. – Mrz.)
nur zu Gottesdienstzeiten