
St. Ottilia Strassbach
Herzlich Willkommen
in der Filialkirche St. Ottilia
Die Filialkirche in Straßbach hat eine lange und interessante Geschichte. Bereits im Jahr 845 wird in den Quellen eine Kapelle erwähnt, als der Priester Kerhoh die Ansiedlung „strazpahc“ mitsamt einer „Kirche“ dem Dom zu Freising schenkte. Diese frühe Verbindung zur Kirche und zum Dom zeugt von der Bedeutung des Ortes in der Region.
Die ältesten Teile der heutigen Kirche stammen aus dem Jahr vor 1432, als ein gotischer Bau errichtet wurde. Diese Gotik-Elemente sind noch heute in der Kirche zu finden, obwohl sie später mehrfach umgebaut wurde. Im Jahr 1652 erfolgte der erste grundlegende Umbau, bei dem die Kirche außen verändert wurde. Der zweite Umbau folgte im Jahr 1717, bei dem auch das Innere der Kirche im Barockstil neugestaltet wurde. Das heutige Aussehen der Kirche wurde so im Wesentlichen festgelegt, wobei von der ursprünglichen gotischen Struktur nur noch Teile des Mauerwerks erhalten blieben. Die Ausstattung der Kirche stammt ebenfalls größtenteils aus dieser Zeit.
Die Kirche ist ein dreiachsiger Saalbau, der durch seine ungewöhnlichen Proportionen auffällt: Der Chor ist genauso lang und sogar etwas breiter als das Kirchenschiff, was eher untypisch für Kirchen ist. Der Turm an der Westseite wirkt für die lange Kirche etwas zu schmal und klein, was durch die gedrückte Haube noch verstärkt wird. Diese auffällige Architektur könnte auf den ersten Bauabschnitt von 1652 zurückgehen, in dem ursprünglich vermutlich ein längeres und breiteres Kirchenschiff geplant war, das dann im zweiten Umbau 1717 nicht realisiert wurde.
Ein bemerkenswerter Aspekt der Kirche ist das Patronat der hl. Ottilia (13. Dezember), die als Schutzpatronin der Blinden und Kranken gilt. Dieses Patronat hängt mit dem „Siechhaus“ bzw. „Leprosenhaus“ des Klosters Indersdorf zusammen, das sich in Straßbach befand. Die heilende Kraft der hl. Ottilia, die selbst blind geboren wurde und später durch ein Wunder ihr Augenlicht zurückerhielt, machte sie zur Schutzherrin der Blinden und Augenleidenden. Straßbach ist die einzige Ottilienkirche im Landkreis Dachau und trägt damit eine besondere religiöse Bedeutung.
Von 11. bis 18. Jahrhundert gehörte die Kirche zum Augustiner Chorherrenstift Indersdorf und war auch Ziel von Wallfahrten. Eine Ablassverleihung im Jahr 1432 belegt die Bedeutung der Kirche als Wallfahrtsort. Allerdings war Straßbach eher ein regionales Ziel, und die Wallfahrten zogen hauptsächlich Gläubige aus den umliegenden Pfarreien an, die sich im Rahmen eines jährlichen Bittgangs versammelten.
(Quelle: in Anlehnung an Hans Schertl, www.kirchenundkapellen.de)
Kath. Filialkirche St. Ottilia
Straßbach 4
85229 Markt Indersdorf, OT Straßbach
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