St. Mauritius Ottmarshart

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in der Filialkirche St. Mauritius

Die Geschichte der Kirche St. Mauritius in Ottmarshart reicht über 1150 Jahre zurück. Schon um das Jahr 850 wurde eine Kapelle oder Kirche erstmals schriftlich erwähnt. Diese erste Kirche soll auf dem Hügel östlich der heutigen Kirche gestanden haben, was den historischen Charme des Ortes unterstreicht.

Im Jahr 1167 übernahm das Kloster Indersdorf die Kirche aus dem Besitz des Templer-Ordens, was ein weiteres spannendes Kapitel in der Geschichte Ottmarsharts darstellt. Interessanterweise ist der seltene Patron Mauritius, der Soldatenheilige, möglicherweise eine Reminiszenz an die Templer, da dieser Heilige für die Kreuzritter von besonderer Bedeutung war. Zudem war im Kloster Indersdorf eine Reliquie des hl. Mauritius vorhanden, die später bei der Konsekration der gotischen Kirche in Ottmarshart eingesetzt wurde.

Bereits 1315 wird Ottmarshart in der Konradinischen Matrikel als Filiale von Indersdorf genannt – eine Zugehörigkeit, die bis heute besteht.

Im Mitte des 15. Jahrhunderts wurde die Kirche wahrscheinlich im gotischen Stil neu erbaut, und Anfang des 17. Jahrhunderts wurde sie mit prächtigen barocken Altären und Gemälden ausgestattet. Der 30-jährige Krieg brachte jedoch dramatische Folgen für Ottmarshart, und die Bevölkerung war so stark dezimiert, dass neue Einwanderer aus den Bergregionen angeworben werden mussten, um den Ort wiederzubeleben.

Die heutige St. Mauritius-Kirche in Ottmarshart wurde 1739 von Grund auf neu erbaut, und der Indersdorfer Probst Innozenz Weiß war der Bauherr. Am 1. Oktober 1739 wurde die Kirche durch den Weihbischof Johann Ferdinand Freiherr von Bödigheim aus Freising eingeweiht.

Ursprünglich hatte die Kirche keinen Turm, sondern einen Dachreiter ähnlich der Albersbacher Kirche. Der heutige Turm, der etwa 32 Meter hoch ist, wurde erst 1870 erbaut – 130 Jahre nach der ursprünglichen Kirchenweihe.

Die Kirche war einst ein Wallfahrtsort für Schwerhörige, die um den Altar gingen, während eine kleine Handglocke von etwa 20 cm Durchmesser in ihre Ohren geläutet wurde, um ihr Gehör zu heilen. Diese Tradition erinnert heute nur noch an Wachsfiguren, die im Kloster Indersdorf als Votivgaben aufbewahrt werden.

(Quelle: in Anlehnung an Hans Schertl, Kirchen und Kapellen)


Filialkirche St. Mauritius

St. Mauritius
Ottmarshart 1
85229 Ottmarshart

Öffnungszeiten: Die Kirche kann auf Anfrage geöffnet werden. Bitte setzen Sie sich hierfür mit dem Pfarrbüro in Verbindung.

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