Krankheit

Begleitung bei Krankheit

Taufe, Firmung und Eucharistie sind die Sakramente der Aufnahme in die Kirche, in die Gemeinschaft mit Christus. Gott macht sich das Leben des Menschen zu seinem Anliegen. Das gilt für jeden Menschen. In der Taufe kommt das für die Christen in einmaliger Weise zum Ausdruck. Mit der Salbung im Sakrament der Taufe und der Firmung stärkt Gott den Menschen auf seinem Weg durch das Leben. So stärkt auch die Krankensalbung, sie stillt seine Sehnsucht nach einer Gemeinschaft mit Gott, nach Vergebung und Heilung, auch über den Tod hinaus.

Der Mensch, der sich in seiner Not an Gott wendet und seine Sehnsucht nach Heilung ausdrückt, tut es laut, oft nur leise, manchmal klagend oder wortlos. Wie auch immer: es zeugt von Vertrauen auf Gottes Hilfe; es nährt die Bereitschaft, das Aufgegebene auch zu tragen und anzunehmen. Von der Taufe wissen wir, dass sie unsere Würde bezeichnet, die wir von Gott haben. Es ist die Würde aller Gesalbten: Priester, Könige und Propheten. Nichts dieser Würde geht verloren, nicht durch die Krankheit, nicht durch den Tod, wann und wie er auch einst kommen mag, und auch nicht durch die Hilflosigkeit, die einer fürchtet und erleiden muss.

In der Firmung sind wir gestärkt worden für unseren Lebensweg. Wir erinnern uns daran und dürfen die Stärkung erneuern. Und wenn es der letzte Weg ist, der zu gehen ist, so tut es dem Menschen erst recht gut, um diese Stärkung zu wissen, innerlich aufgerichtet zu werden und sich zu vergewissern, Gott steht ihm bei. Im Sakrament der Krankensalbung ist wie in einem Brennglas gebündelt, was uns aufrichtet: Es werden die Stirn und die Hände gesalbt. Denken und Handeln, Sinnen und Trachten sind befreit von der Sünde. Voller Hoffnung dürfen wir uns ausstrecken nach Gott und uns seiner Barmherzigkeit ganz überlassen.

Das Sakrament der Krankensalbung wird in der Kirche als Medizin zur Heilung und zur Stärkung von Leib und Seele empfangen und ergänzt die ärztlichen und pflegerischen Bemühungen. Die Krankensalbung mit heiligem Öl ist nicht Schlusspunkt einer Krankheit oder Vorbereitung für die letzten schweren Stunden, sie ist ganz bewusst an den Anfang eines Krankheitsverlaufes gesetzt und wird gegebenenfalls mehrfach wiederholt.

Alle Kräfte des Körpers und des Geistes sollen zusammenwirken, um dem Körper Stärkung in der Krankheit zu geben. Alten Menschen, deren Kräftezustand sehr geschwächt ist, kann die heilige Salbung gespendet werden, auch wenn keine ernsthafte Erkrankung ersichtlich ist. Auch unsere Pfarrgemeinde bietet die Spendung des Krankensakramentes wenigstens einmal im Jahr an, um älteren und kranken Menschen die Gelegenheit zu geben, in Ruhe und Besinnung das stärkende Sakrament der Krankensalbung und die Kommunion als Wegzehrung zu empfangen.

Das Sakrament der Krankensalbung kann nur von einem Priester gespendet und ausschließlich nur von Menschen katholischen Glaubens empfangen werden.

Termine Krankensalbung